Konfliktmanagement
Konfliktmanagement zwischen Vermögensinhaber und Family Office ist essenziell für eine nachhaltige, vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit. Konflikte können durch unterschiedliche Erwartungshaltungen, mangelnde Kommunikation, unklare Rollenverteilung oder fehlende Transparenz – insbesondere bei komplexen Vermögensstrukturen, Generationenwechseln oder sensiblen Entscheidungen entstehen.
Konfliktfelder
Typische Konfliktfelder sind:
- unklare Zielvorgaben oder sich wandelnde Erwartungen an das Family Office,
- intransparente Kosten, Leistungen oder Entscheidungsprozesse,
- Grenzüberschreitungen in der Zuständigkeit, etwa zwischen strategischer Verantwortung (Familie) und operativer Umsetzung (Office),
- Informationsasymmetrien,
- fehlende persönliche Passung zwischen Family Officer und Familienmitgliedern.
Instrumente des Konfliktmanagements
Effektive Instrumente des Konfliktmanagements bzw. der Vorbeugung von Konflikten sind:
- klare Mandatsdefinition mit schriftlichen Aufgaben-, Kompetenz- und Verantwortlichkeitsregelungen,
- Governance-Strukturen wie Beiräte oder Investmentkomitees als vermittelnde Instanz,
- regelmäßige strukturierte Kommunikation (z.B. Jour fixe, Gremien, Reporting),
- transparente Leistungsdokumentation und offene Feedbackkultur,
- Konfliktmoderation, insbesondere bei Spannungen zwischen Generationen oder Gesellschaftern.
Ein professionelles Family Office erkennt Konflikte frühzeitig, spricht sie offen an und arbeitet lösungsorientiert – im Sinne einer klaren, respektvollen und partnerschaftlichen Beziehung. So wird das Vertrauensverhältnis zwischen Vermögensinhaber und Family Office auch in herausfordernden Situationen gestärkt.