Konfliktmanagement

Konfliktmanagement zwischen Vermögensinhaber und Family Office ist essenziell für eine nachhaltige, vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit. Konflikte können durch unterschiedliche Erwartungshaltungen, mangelnde Kommunikation, unklare Rollenverteilung oder fehlende Transparenz – insbesondere bei komplexen Vermögensstrukturen, Generationenwechseln oder sensiblen Entscheidungen entstehen.

Konfliktfelder

Typische Konfliktfelder sind:

  • unklare Zielvorgaben oder sich wandelnde Erwartungen an das Family Office,
  • intransparente Kosten, Leistungen oder Entscheidungsprozesse,
  • Grenzüberschreitungen in der Zuständigkeit, etwa zwischen strategischer Verantwortung (Familie) und operativer Umsetzung (Office),
  • Informationsasymmetrien,
  • fehlende persönliche Passung zwischen Family Officer und Familienmitgliedern.

Instrumente des Konfliktmanagements

Effektive Instrumente des Konfliktmanagements bzw. der Vorbeugung von Konflikten sind:

  • klare Mandatsdefinition mit schriftlichen Aufgaben-, Kompetenz- und Verantwortlichkeitsregelungen,
  • Governance-Strukturen wie Beiräte oder Investmentkomitees als vermittelnde Instanz,
  • regelmäßige strukturierte Kommunikation (z.B. Jour fixe, Gremien, Reporting),
  • transparente Leistungsdokumentation und offene Feedbackkultur,
  • Konfliktmoderation, insbesondere bei Spannungen zwischen Generationen oder Gesellschaftern.

Ein professionelles Family Office erkennt Konflikte frühzeitig, spricht sie offen an und arbeitet lösungsorientiert – im Sinne einer klaren, respektvollen und partnerschaftlichen Beziehung. So wird das Vertrauensverhältnis zwischen Vermögensinhaber und Family Office auch in herausfordernden Situationen gestärkt.

Stand: 08.11.2025 · Autor: Redaktion FamilyOffice.de · fachlich geprüft von: Franziska Strauch