Vermögensanlage
30.05.2024 | Lesedauer 5 Minuten | Fachartikel | Redaktion FamilyOffice.de

Asset Management – die Kunst des Vermögenswachstums

Sie wünschen sich, dass Ihr Vermögen nicht nur stabil bleibt, sondern darüber hinaus über einen langen Zyklus hinweg Gewinne für Ihr Unternehmen, Ihre Familie oder weitere private Zwecke erwirtschaftet? Dann sollten Sie sich mit dem Prinzip des Asset Managements beschäftigen.

Was ist Asset Management?

Im Asset Management werden Vermögenswerte so verwaltet, dass aus Erträgen auch in Zukunft Wert geschöpft wird. Da das Geld so angelegt ist, dass es sich selbst vermehrt, müssen Sie nicht zwingend weitere Werte und Ressourcen einsetzen. Beim Asset Management dreht sich demnach alles darum, den größtmöglichen Nutzen aus Ihren Vermögenswerten zu ziehen. Das geschieht, indem Ihr Geld sinnvoll in sogenannte Assets investiert wird. Die Auswahl der Assets ist breit und reicht von Aktien und Anleihen über Immobilien und Kunst bis zu Private Equity. Gerade weil Sie so viele unterschiedliche Optionen haben, kann ein Family Office hier eine entscheidende Rolle spielen: Es findet mit Ihnen zusammen Ihre persönliche Risikobereitschaft heraus und entwickelt daraus eine Anlagestrategie, die zu Ihren Rendite-Vorstellungen passt.

Zwischen passendem Risiko-Level und bestmöglicher Rendite

Asset Manager investieren Geld von institutionellen Investoren und Privatanlegern, um deren Gesamtvermögen zu vermehren. Dabei geht ihr Tätigkeitsfeld weit über die Beratung hinaus und umfasst auch eine aktive Entscheidungsfindung und Umsetzung der Investitionen. Sie als Mandant können, falls gewünscht, die Verantwortung an den Asset Manager abgeben. Neben fachlichem Know-how brauchen Asset Manager auch Empathie und Fingerspitzengefühl. Um das individuelle Risiko-Level mit der gewünschten Rendite in Einklang zu bringen, müssen sie zudem das Risiko-Rendite-Profil jeder Anlage genau prüfen.

Asset Management geht weit über die Beratung hinaus und umfasst auch eine aktive Entscheidungsfindung und Umsetzung der Investitionen.

Welche Asset-Klassen gibt es?

Anleger können auf verschiedene Asset-Klassen zurückgreifen, um ihr Portfolio zu diversifizieren. Zu den wichtigsten zählen:

  • Aktien (Equities): Aktien sind Anteile an einem Unternehmen und bieten Anlegern die Möglichkeit, an deren Gewinnen und Verlusten teilzuhaben. Sie gelten als langfristige Anlageinstrumente und können Dividenden sowie potenzielle Kurssteigerungen bieten.
  • Anleihen (Bonds): Anleihen sind Schuldtitel, die von Ländern, Unternehmen oder anderen Einrichtungen ausgegeben werden. Sie stellen eine Vereinbarung dar, bei der der Anleger dem Emittent Geld leiht. Dafür sagt dieser dem Anleger regelmäßige Zinszahlungen und die Rückzahlung des Kapitals zu einem späteren Zeitpunkt zu.
  • Geldmarktinstrumente (Money Market Instruments): Geldmarktinstrumente sind kurzfristige Schuldtitel, die von Finanzinstitutionen und Unternehmen ausgegeben werden. Dazu gehören unter anderem Schatzwechsel, Commercial Papers und Einlagenzertifikate. Sie zeichnen sich durch hohe Liquidität und geringe Ausfallrisiken aus.
  • Immobilien (Real Estate): Immobilieninvestitionen umfassen den Kauf und Verkauf von Immobilien sowie die Beteiligung an Immobilien wie Wohn- und Gewerbeimmobilien, Grundstücken und Immobilienfonds. Sie bieten potenzielle Erträge aus Mieteinnahmen sowie langfristige Wertsteigerungen.
  • Rohstoffe (Commodities): Rohstoffe sind physische Güter wie Gold, Silber, Öl, Getreide und andere natürliche Ressourcen. Sie können entweder direkt in Form von physischen Waren oder indirekt über Derivate wie Futures und Optionen gehandelt werden. Rohstoffe dienen oft als Absicherung gegen Inflation und tragen zur Portfolio-Diversifikation bei.
  • Alternative Anlagen (Alternative Investments): Alternative Anlagen umfassen eine Vielzahl von Anlageklassen, die außerhalb der traditionellen Aktien- und Anleihemärkte liegen. Dazu gehören Private Equity, Hedgefonds, Venture Capital, Private Debt, Kunst, Sammlerstücke und Kryptowährungen. Diese Anlagen bieten oft höhere Renditen, gehen jedoch auch mit höheren Risiken einher und erfordern oft spezifisches Fachwissen.

All diese Asset-Klassen bieten Anlegern die Möglichkeit, ihr Portfolio zu diversifizieren, indem sie in verschiedene Anlageinstrumente mit unterschiedlichen Risiko- und Renditeprofilen investieren. Für die Festlegung einer strategischen Asset Allocation, bei der Ihr Vermögen optimal auf die verschiedenen Assetklassen und Sub-Assetklassen verteilt wird, bedarf es sehr viel Sorgfalt und Know-how.

Fazit: Warum professionelles Asset Management sinnvoll ist

Die hohe Zahl der möglichen Assets macht Asset Management zu einer zeitintensiven und anspruchsvollen Aufgabe. Zeit, die Sie sich sparen können. Indem Sie das Asset Management an ein Family Office übertragen, können Sie Ihr Vermögensmanagement professionalisieren und neue Renditechancen erschließen. Es stellt für Sie ein passendes Portfolio zusammen, das zu Ihrer Risikobereitschaft und der angestrebten Rendite passt. Da sich der Markt ständig verändert, haben Asset Manager einen besseren Überblick als Privatleute und können sicherer entscheiden, welche Anlage sich lohnt und zu Ihnen passt.

Zugehörige Wiki-Einträge


Empfohlene Artikel

Von Branchenplattform zum Matchmaker: FamilyOffice.de mit neuem Angebot

FamilyOffice.de entwickelt sich weiter: Aus der Branchenplattform wird ein strukturierter Matchmaker für Vermögen. Der Artikel erläutert das neue Angebot, den dreistufigen Ansatz aus Informieren, Vergleichen und Verbinden sowie die Prinzipien von Unabhängigkeit, Transparenz und persönlicher Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Family-Office-Dienstleister.

Weiterlesen

Reguliert oder nicht: Was die BaFin-Zulassung über ein Family Office verrät

BaFin-reguliert oder nicht – was sagt das tatsächlich über ein Family Office aus? Der Artikel ordnet ein, welche Formen der Regulierung es gibt, wann eine Erlaubnis erforderlich ist und warum die Lizenzfrage ein zentrales Qualitätsmerkmal bei der Auswahl eines Dienstleisters darstellt. Eine praxisnahe Orientierung für Vermögensträger, die Sicherheit, Professionalität und Regelkonformität richtig einordnen wollen.

Weiterlesen

Nießbrauch an Wertpapierdepots

Die Übertragung von Wertpapierdepots unter Nießbrauchsvorbehalt kann steuerlich attraktiv sein, ist in der Praxis jedoch deutlich komplexer als bei Immobilien. Der Beitrag erläutert die zivil-, schenkung- und ertragsteuerlichen Besonderheiten, typische Gestaltungsprobleme sowie praktikable Lösungsansätze. Ein kompakter Überblick für alle, die Vermögen strukturiert und rechtssicher auf die nächste Generation übertragen wollen.

Weiterlesen