Operationelle Risiken

Operationelle Risiken bezeichnen Verluste, die durch Fehler, Versäumnisse oder Störungen in internen Prozessen, Systemen oder durch menschliches Verhalten entstehen. Dazu zählen etwa fehlerhafte Transaktionen, mangelhafte Datenverarbeitung, Compliance-Verstöße, IT-Ausfälle, Betrugsfälle oder Cyberangriffe. Auch Abhängigkeiten von einzelnen Personen oder unklare Zuständigkeiten zählen dazu.

Bedeutung von operationellen Risiken in der Vermögensanlage

Im Family Office Kontext und allgemein in der Vermögensanlage sind operationelle Risiken relevant, da viele Prozesse individuell, komplex und über verschiedene externe Dienstleister verteilt sind.

Zur Risikosteuerung setzen Family Offices / Vermögensverwalter auf klar definierte Prozesse, Rollenverteilungen, Vier-Augen-Prinzipien, regelmäßige Kontrollmechanismen und Notfallpläne. Auch IT-Sicherheit, Datenschutz und Business Continuity Management spielen eine zentrale Rolle. In der Praxis wird das operationelle Risiko zum Teil unterschätzt – obwohl es eine der häufigsten Ursachen für vermeidbare Verluste ist. Ein strukturierter, präventiver Umgang mit operationellen Risiken ist daher ein wesentliches Qualitätsmerkmal eines professionell geführten Family Offices.

Stand: 30.11.2025 · Autor: Redaktion FamilyOffice.de · fachlich geprüft von: Dr. Robert Strauch

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