Bonität

Bonität bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft eines Schuldners, seine finanziellen Verpflichtungen vollständig und fristgerecht zu erfüllen. Sie ist ein zentrales Kriterium bei der Auswahl von Anleihen, Kreditnehmern oder Vertragspartnern – sowohl im institutionellen Bereich als auch im Kontext der privaten Vermögensanlage.

Bestimmung der Bonität

Die Bonität wird anhand finanzieller Kennzahlen, Geschäftsmodell, Kapitalstruktur und historischer Zahlungsverhalten bewertet. Externe Ratingagenturen wie Moody’s, S&P oder Fitch vergeben Bonitätsnoten (z.B. AAA bis D), die als Orientierung dienen. Auch interne Analysen – etwa durch Bilanzbewertung oder Cashflow-Analysen – finden Anwendung.

Bedeutung der Bonität für die Vermögensanlage

Eine zu geringe Bonität erhöht Risikoaufschläge, erschwert die Handelbarkeit von Positionen und kann zu erheblichen Verlusten führen. Umgekehrt ermöglicht hohe Bonität stabile Erträge bei kalkulierbarem Risiko. Family Offices / Vermögensverwalter integrieren Bonitätsanalysen systematisch in ihren Investmentprozess und das Mandatscontrolling.

Stand: 03.12.2025 · Autor: Redaktion FamilyOffice.de · fachlich geprüft von: Dr. Robert Strauch