Spreadrisiko

Spreadrisiken bezeichnen das Risiko, dass sich der Risikoaufschlag (Spread) zwischen unterschiedlichen Anleihen oder Kreditinstrumenten verändert – unabhängig von der allgemeinen Zinsentwicklung. Typischerweise bezieht sich das auf die Differenz zwischen einer risikobehafteten Anlage (z.B. Unternehmensanleihe) und einer als sicher geltenden Referenzanlage (z. B. Staatsanleihe hoher Bonität). Steigt der Spread, sinkt der Marktwert der risikobehafteten Anleihe, selbst wenn das allgemeine Zinsniveau konstant bleibt.

Steuerung von Spreadrisiken

Spreadrisiken spielen insbesondere bei Investitionen in Unternehmensanleihen, High Yield Anleihen, strukturierte Produkte oder Private Debt eine Rolle. Sie wirken sich direkt auf die Bewertung, das Risiko- und Liquiditätsprofil eines Portfolios aus – vor allem in Krisenzeiten. Das Spreadrisiko wird über Bonitätsanalysen, Diversifikation und gegebenenfalls Hedging-Strategien gesteuert. Ein professionelles Monitoring ist essenziell, da Spreadbewegungen oft frühzeitige Indikatoren für Stressphasen darstellen.

Stand: 09.11.2025 · Autor: Redaktion FamilyOffice.de · fachlich geprüft von: Dr. Robert Strauch