Private Debt

Private Debt bezeichnet nicht börsennotierte Fremdkapitalfinanzierungen in Unternehmen, Projekte oder Vermögenswerte und stellt eine eigenständige Anlageklasse innerhalb alternativer Kapitalanlagen dar. Investoren treten dabei als Kreditgeber außerhalb des klassischen Bankensektors auf und ersetzen oder ergänzen die Kreditvergabe durch Bankkredite. Typische Instrumente sind Darlehen, Mezzanine-Kapital, Unitranche-Finanzierungen oder asset-backed Schuldtitel. Die Rückzahlung erfolgt in der Regel über feste Zinsen und Tilgungen über mehrere Jahre, teilweise ergänzt um Equity-ähnliche Beteiligungskomponenten.

Bedeutung für die Vermögensanlage

Private Debt dient der Erzielung stabiler Renditen, der Diversifikation und als Alternative zu börsennotierten Anleihen, insbesondere in Phasen niedriger Zinsen. Investitionen erfolgen direkt oder über spezialisierte Fonds, meist mit klar definiertem Anlagehorizont. Der Fokus liegt auf planbaren Zahlungsströmen, begrenzter Korrelation zu Aktienmärkten und einer strukturierten Fremdkapitalfinanzierung von Kreditnehmern.

Demgegenüber stehen spezifische Risiken: Dazu zählen erhöhte Illiquidität, eingeschränkte Handelbarkeit mangels Sekundärmarkt, sowie Ausfallraten einzelner Kredite. Ein fundiertes Risikoverständnis erfordert daher eine sorgfältige Bonitätsbeurteilung, Analyse der Vertragsstruktur, Sicherheiten und des wirtschaftlichen Umfelds. Professionelle Investoren integrieren Private-Debt-Strategien gezielt in ihre Portfolios, um illiquide Ertragsquellen zu erschließen und das Risiko-Rendite-Profil langfristig zu optimieren.

Stand: 15.12.2025 · Autor: Redaktion FamilyOffice.de · fachlich geprüft von: Dr. Robert Strauch