Diversifikation
Diversifikation ist ein zentrales Prinzip im Portfoliomanagement und zielt darauf ab, das Gesamtrisiko eines Vermögens durch eine breite Streuung über unterschiedliche Anlageklassen, Regionen, Branchen, Währungen und Instrumente zu reduzieren. In der Tradition der Portfoliotheorie von Markowitz dient Diversifizierung der Risikominimierung und der Verbesserung des Rendite-Risiko-Profils eines Portefeuilles.
Grundidee der Diversifizierung
Verluste einzelner Wertpapiere oder Produkte können durch Gewinne anderer kompensiert werden. Für Anleger bedeutet Diversifizierung, das Portfolio so aufzubauen, dass Marktrisiko, Volatilität und andere Risikomaße reduziert werden, ohne die langfristigen Renditechancen zu beeinträchtigen. Diversifikation kann nicht nur Aktien, Anleihen, ETFs und Immobilien, sondern auch alternative Anlagen wie Private Equity, Infrastruktur oder Rohstoffe sowie breit aufgestellte Investmentfonds umfassen.
Bedeutung für die Vermögensanlage
Diversifikation wirkt sich positiv auf die Risikostruktur eines Portefeuilles aus, ohne zwingend die erwartete Rendite oder die Wertentwicklung zu reduzieren. Sie schützt vor Klumpenrisiken – etwa durch übermäßige Konzentration auf einzelne Märkte, Sektoren, Emittenten oder Anlageformen. Entscheidend ist dabei die Korrelation der eingesetzten Assetklassen: Je geringer die Korrelation, desto stärker der Diversifikationseffekt. Anleger können über ETFs, Fonds oder andere Produkte effizient diversifizieren und ihre Geldanlage so gegen unerwartete Schwankungen besser absichern.
Family Offices legen besonderen Wert auf eine strategisch geplante und regelmäßig überprüfte Diversifikation, da sie maßgeblich zur langfristigen Vermögenserhaltung beiträgt. Sie ist integraler Bestandteil der Asset Allocation, der Risikostreuung, der Risikominimierung und des Risikomanagements. Eine durchdachte Allokation verschiedener Assetklassen bildet die Grundlage für ein robustes, widerstandsfähiges Portfolio über Generationen hinweg.