Strategische Asset Allocation
Die strategische Asset Allocation (SAA) ist das zentrale Steuerungsinstrument für die langfristige Strukturierung des Gesamtvermögens über verschiedene Anlageklassen hinweg. Sie definiert die prozentuale Verteilung der Vermögenswerte auf zentrale Assetklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien, illiquide bzw. alternative Investments und Liquidität. Damit legt sie den Rahmen fest, in dem das Portfolio im Gleichgewicht zwischen Rendite, Risiko und Liquidität gesteuert wird.
Abgrenzung zur taktischen Asset Allocation
Im Unterschied zur taktischen Allokation, die kurzfristige Kapitalmarkt-Chancen nutzt, verfolgt die strategische Allokation einen langfristigen Anlagehorizont – häufig über fünf Jahre und mehr. Ziel ist die Stabilität und planbare Entwicklung des Portfolios, die Sicherung der Zielrendite und die Kontrolle des eingegangenen Risikos. Die Anlagestrategie basiert dabei auf der Analyse von Risikotragfähigkeit, Risikoprofil und Anlagezielen der Anleger sowie auf steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Diversifizierung
Eine durchdachte SAA integriert das Prinzip der Diversifikation, um Volatilität zu reduzieren und systematisch Risikoprämien aus unterschiedlichen Assetklassen zu nutzen. Durch eine breit gestreute Kapitalanlage entsteht ein diversifiziertes Portfolio, das Schwankungen einzelner Märkte abfedert und langfristig stabile Erträge ermöglicht.
Entwicklung der strategischen Asset Allocation
Der Aufbau der SAA erfolgt meist im Rahmen eines strukturierten Investmentprozesses. In diesem Prozess werden mithilfe von Modellierungen und Szenarioanalysen die optimale Gewichtung und das verfügbare Risikobudget bestimmt. Die Ergebnisse werden in der Anlagerichtlinie festgehalten, die zugleich die Grundlage für alle zukünftigen Anlageentscheidungen bildet.
Einsatzfelder
Die strategische Asset Allocation ist eng mit dem Management der Kapitalanlagen bzw. der Vermögenssteuerung verbunden. Sie dient als Referenzrahmen für das laufende Controlling und die Überwachung von Performance, Risiko und Liquidität. Eine regelmäßig überprüfte und konsistent umgesetzte Strategie ist entscheidend für die nachhaltige Entwicklung des Gesamtvermögens und die Wahrung der langfristigen Interessen der Familie bzw. der Anleger.