Vermögenssteuerung
Vermögenssteuerung bezeichnet die strukturierte Planung, Umsetzung und laufende Kontrolle aller Maßnahmen zur zielgerichteten Entwicklung eines Gesamtvermögens.
Bestandteile der Vermögenssteuerung
Die Vermögenssteuerung umfasst weit mehr als reine Anlageentscheidungen: Sie integriert strategische Asset Allocation, Liquiditätsmanagement, Risikoüberwachung, Steueroptimierung sowie die Berücksichtigung familiärer Zielsetzungen über Generationen hinweg. Grundlage der Vermögenssteuerung ist eine übergeordnete Vermögensstrategie, die an wirtschaftlichen, rechtlichen und familiären Rahmenbedingungen ausgerichtet wird. Typischerweise erfolgt die Umsetzung über mehrere Dienstleister (z.B. Banken, Asset Manager, Steuerberater), deren Leistungen konsolidiert und ausgewertet werden müssen. Entscheidende Erfolgsfaktoren sind Transparenz, Governance, konsistentes Reporting und ein laufendes Controlling. Vermögenssteuerung bedeutet nicht primär kurzfristige Performanceoptimierung, sondern die systematische Entwicklung eines Vermögens unter Berücksichtigung von Risiko, Nachhaltigkeit, Familieninteressen und rechtlicher Struktur.
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Vermögensstrategie
Die Vermögensstrategie ist das zentrale Steuerungskonzept für den langfristigen und strukturierten Umgang mit dem Familienvermögen. Sie legt fest, wie das Vermögen erhalten, genutzt, entwickelt und über Generationen hinweg weitergegeben werden soll. Sie verbindet finanzielle Zielsetzungen mit familiären Werten, rechtlichen Rahmenbedingungen und steuerlichen Vorgaben.
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Ganzheitliche Vermögensanalyse
Ganzheitliche Vermögensanalyse beschreibt die umfassende Erfassung, Bewertung und Strukturierung sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten eines Mandanten – unter Einbezug rechtlicher, steuerlicher und familiärer Rahmenbedingungen.
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Investment Governance
Investment Committee bezeichnet ein zentrales Gremium z.B. innerhalb eines Family Offices, das für die strategische und teilweise operative Steuerung der Vermögensanlage zuständig ist. Es dient der strukturierten Entscheidungsfindung, der Überwachung externer Mandate und der Sicherstellung der Einhaltung der Anlagerichtlinien.
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Investment Committee
Investment Committee bezeichnet ein zentrales Gremium etwa innerhalb eines Family Offices, das für die strategische und teilweise operative Steuerung der Vermögensanlage zuständig ist. Es dient der strukturierten Entscheidungsfindung, der Überwachung externer Mandate und der Sicherstellung der Einhaltung der Anlagerichtlinien.
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Investmentprozess
Der Investmentprozess beschreibt den strukturierten Ablauf von der Anlageplanung bis zur Investitionsumsetzung.
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Strategische Asset Allocation
Die strategische Asset Allocation (SAA) ist das zentrale Steuerungsinstrument für die langfristige Strukturierung des Gesamtvermögens über verschiedene Anlageklassen hinweg. Sie definiert die prozentuale Verteilung der Vermögenswerte auf zentrale Assetklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien, illiquide bzw. alternative Investments und Liquidität. Damit legt sie den Rahmen fest, in dem das Portfolio im Gleichgewicht zwischen Rendite, Risiko und Liquidität gesteuert wird.
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Anlagerichtlinie
Die Anlagerichtlinie definiert Ziele, Grenzen und Prozesse der Vermögensanlage.
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Mögliche Anlagestrategien
Mögliche Anlagestrategien reichen von konservativ bis wachstumsorientiert und richten sich nach Zielsetzung, Risikobereitschaft, Liquiditätsbedarf sowie steuerlichen und familiären Rahmenbedingungen.