Rebalancing bezeichnet die regelmäßige oder anlassbezogene Anpassung eines Portfolios mit dem Ziel, die ursprünglich definierte Zusammensetzung, Aufteilung und Gewichtung der einzelnen Anlageklassen wiederherzustellen. Es stellt sicher, dass das Depot dauerhaft im Einklang mit der strategischen Allokation, der gewählten Anlagestrategie sowie den individuellen Anlagezielen bleibt.
Risikomanagement
Risikomanagement ist ein zentraler Bestandteil jeder professionellen Vermögenssteuerung. Es umfasst die Identifikation, Bewertung, Überwachung und Steuerung finanzieller und nicht-finanzieller Risiken – etwa Markt-, Kredit-, Liquiditäts- und operationelle Risiken.
Ziele des Risikomanagements
Ziel ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern deren bewusste Steuerung im Einklang mit den Zielen und der Risikobereitschaft der Familie. Ein wirksames Risikomanagement basiert auf klaren Prozessen, regelmäßigen Stresstests, Limitvorgaben und einer strukturierten Berichterstattung. Es ist eng mit der Anlagerichtlinie, der strategischen Asset Allocation und dem Investmentcontrolling verknüpft. Moderne Family Offices nutzen spezialisierte Systeme, oft ergänzt durch qualitative Einschätzungen. Risikomanagement schafft Transparenz, unterstützt fundierte Entscheidungen und trägt wesentlich zum langfristigen Kapitalerhalt bei.
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Risikobereitschaft und -tragfähigkeit
Risikobereitschaft beschreibt die grundsätzliche Bereitschaft einer Familie, bei der Vermögensanlage Schwankungen, Verluste oder Unsicherheiten in Kauf zu nehmen, um langfristig eine höhere Rendite zu erzielen. Sie ist ein zentrales Steuerungselement in der strategischen Asset Allocation und beeinflusst maßgeblich die Gewichtung von risikoreicheren Anlageklassen wie Aktien, Private Equity oder alternativen Investments.
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Risikobudgets und Limite
Risikobudgets und Limite sind zentrale Steuerungsinstrumente des Risikomanagements in der Vermögensanlage. Sie dienen dazu, das insgesamt akzeptierte Risiko eines Portfolios strukturiert zu definieren, zu verteilen und laufend zu kontrollieren. Während das Risikobudget den maximal akzeptierten Gesamtrisikoumfang beschreibt, legen Limite konkrete quantitative oder qualitative Grenzen für einzelne Anlageklassen, Strategien, Manager oder Risikofaktoren fest.
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Diversifikation
Diversifikation ist ein zentrales Prinzip im Portfoliomanagement und zielt darauf ab, das Gesamtrisiko eines Vermögens durch eine breite Streuung über unterschiedliche Anlageklassen, Regionen, Branchen, Währungen und Instrumente zu reduzieren. In der Tradition der Portfoliotheorie von Markowitz dient Diversifizierung der Risikominimierung und der Verbesserung des Rendite-Risiko-Profils eines Portefeuilles.
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Rebalancing
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Hedging
Hedging bezeichnet die gezielte Absicherung eines Portfolios oder einzelner Positionen gegen spezifische Risiken – etwa Kurs-, @3.1.1.5.2.1.2 Zins-, Währungs- oder Kreditrisiken. Ziel eines Hedge oder Sicherungsgeschäfts ist es, potenzielle Verluste zu begrenzen, ohne die zugrunde liegende Strategie oder die langfristige Asset Allocation grundlegend zu verändern. Typische Absicherungsstrategien nutzen Derivate wie Futures, Optionen oder andere Termingeschäfte, um über eine gezielte Gegenposition Wertschwankungen einzelner Vermögenswerte auszugleichen. Auch Rohstoffe, Aktien oder breit gestreute Anlageklassen können durch entsprechende Kontrakte oder strukturierte Finanzinstrumente abgesichert werden.