Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken bezeichnen das Risiko, dass Vermögenswerte nicht oder nur mit erheblichen Preisabschlägen veräußert werden können – etwa weil kein funktionierender Markt besteht oder Käufer kurzfristig fehlen. Zudem umfasst der Begriff das Risiko, dass Zahlungs- oder Kapitalverpflichtungen nicht fristgerecht erfüllt werden können, obwohl ausreichend Vermögen vorhanden ist.
Bedeutung von Liquiditätsrisiken und deren Steuerung
Liquiditätsrisiken betreffen sowohl einzelne illiquide Investments (z.B. Private Equity, Immobilien) als auch die gesamte Vermögensstruktur – insbesondere bei hoher Quote gebundener Vermögenswerte. Die Steuerung erfolgt durch eine sorgfältige Liquiditätsplanung, Diversifikation nach Liquiditätsklassen, Aufbau von Liquiditätsreserven sowie durch regelmäßiges Cashflow-Monitoring.
Wichtige Instrumente sind Liquiditätslimits, Szenarioanalysen und die Festlegung von Mindestquoten für kurzfristig verfügbare Mittel. Ziel ist es, jederzeit handlungsfähig zu bleiben – etwa für Ausschüttungen, Steuerzahlungen oder Reinvestitionen – ohne Substanzverluste durch Notverkäufe. Ein professionelles Liquiditätsmanagement ist daher fester Bestandteil der strategischen Vermögenssteuerung in jedem Family Office.