Kreditrisiken
Kreditrisiken (auch Ausfallrisiken genannt) bezeichnen das Risiko, dass ein Schuldner – z.B. ein Unternehmen, Staat oder Finanzinstitut – seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen ganz oder teilweise nicht nachkommt. Dies betrifft insbesondere Zins- und Tilgungsleistungen bei Anleihen oder Darlehen. Die Folgen reichen von temporären Zahlungsverzögerungen bis hin zum Totalverlust der Investition.
Bedeutung von Kreditrisiken für die Vermögensanlage
In der Vermögensanlage treten Kreditrisiken bei Direktanlagen in Anleihen, bei strukturierten Produkten, Private Debt Investments oder auch bei Sichteinlagen und Garantien auf. Die Risikohöhe hängt von der Bonität des Schuldners, der Laufzeit, der Struktur des Instruments und den rechtlichen Sicherheiten ab.
Zur Steuerung von Kreditrisiken wird in der Vermögensanlage auf Bonitätsanalysen (z. B. Ratings, Bilanzkennzahlen), Risikostreuung (Diversifikation über Emittenten und Sektoren) sowie gegebenenfalls auf Absicherungsinstrumente wie Kreditderivate oder Sicherungsvereinbarungen.
Ein aktives Kreditrisikomanagement ist essenziell – insbesondere bei illiquiden oder komplex strukturierten Anlagen. Dabei ist auf Transparenz, Reportingfähigkeit und eine klare Governance bei der Mandatierung von Kreditinvestments zu achten.