Infrastruktur

Infrastrukturinvestments umfassen Beteiligungen an essenziellen Versorgungs- und Netzstrukturen wie Energieerzeugung und -verteilung, Transport- und Verkehrsnetzen, Wasser- und Abwassersystemen sowie Telekommunikationsinfrastruktur. Diese Anlageklasse zeichnet sich durch langfristige, vergleichsweise stabile und häufig inflationsgeschützte Cashflows aus, da viele Einnahmen entweder reguliert sind oder auf langfristigen Nutzungs- und Konzessionsverträgen beruhen. In vielen Fällen bestehen zudem staatsnahe Strukturen oder implizite staatliche Unterstützungen.

Infrastruktur in der Vermögensanlage

In Infrastruktur kann sowohl sowohl direkt (z.B. durch Eigenkapitalbeteiligungen an einzelnen Projekten), über spezialisierte Fonds als auch im Rahmen von PPP-Modellen (Public Private Partnership) investiert werden. Die Wahl des Zugangswegs hängt von Kapitalvolumen, gewünschtem Einfluss, Risikobereitschaft und internen Ressourcen ab. Fondsstrukturen bieten Diversifikation und professionelles Management, während Direktinvestments höhere Kontrolle, aber auch mehr Komplexität mit sich bringen.

Zu den zentralen Herausforderungen von Infrastrukturinvestments zählen politische und regulatorische Risiken, lange Kapitalbindungsdauern, hohe Eintrittsbarrieren sowie der Bedarf an technischem und rechtlichem Spezialwissen. Zudem erfordert das laufende Management oft intensive Überwachung und langfristige Planung.

Für langfristig orientierte Anleger eignet sich die Anlageklasse besonders als stabilisierender Baustein im Gesamtportfolio. Infrastrukturinvestments können zur Diversifikation beitragen, laufende Erträge generieren und das Portfolio gegenüber konjunkturellen Schwankungen robuster machen – insbesondere im Zusammenspiel mit anderen alternativen Assetklassen.

Stand: 15.12.2025 · Autor: Redaktion FamilyOffice.de · fachlich geprüft von: Dr. Robert Strauch