Korrelation
Die Korrelation beschreibt den statistischen Zusammenhang zwischen zwei Variablen und ist in der Kapitalanlage ein zentrales Maß dafür, wie sich die Preise oder Werte verschiedener Anlagen im Verhältnis zueinander bewegen. Eine positive Korrelation bedeutet, dass sich die Kurse tendenziell in die gleiche Richtung entwickeln, während eine negative Korrelation anzeigt, dass sie sich gegenläufig verhalten. Liegt die Korrelation nahe null, besteht kein systematischer Zusammenhang – die Kursentwicklungen sind weitgehend unabhängig voneinander.
Bedeutung in der Vermögensanlage
In der Vermögensverwaltung spielt die Korrelation eine zentrale Rolle bei der Gestaltung eines diversifizierten Portfolios. Ziel ist es, Anlageklassen, Regionen oder Strategien zu kombinieren, deren Schwankungen möglichst wenig voneinander abhängen. So können Veränderungen an einzelnen Märkten abgefedert, Risiken reduziert und die Stabilität des Gesamtportfolios verbessert werden. Besonders in Krisenzeiten zeigt sich, wie robust die Korrelationen zwischen Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen oder alternativen Anlagen tatsächlich sind.
Berechnet wird die Korrelation mithilfe statistischer Verfahren, meist über die Kovarianz der Renditen zweier Anlageklassen, normiert durch deren Standardabweichungen. Das Ergebnis liegt stets zwischen –1 und +1. Eine professionelle Analyse von Korrelationen ist unerlässlich, da sie die Grundlage für Portfoliooptimierung, Risikomanagement und langfristige strategische Allokationsentscheidungen bildet.