Maximaler Drawdown
Drawdown-Berechnungen erfassen den maximalen Verlust eines Portfolios vom jeweils höchsten Punkt (Höchststand) bis zum darauffolgenden Tiefpunkt. Sie messen damit nicht die Volatilität, sondern den tatsächlichen Kapitalrückgang, den ein Anleger im Zeitverlauf ertragen musste – ein zentraler Risikoindikator in der Vermögensanlage mit Fokus auf Kapitalerhalt.
Bedeutung für die Vermögensanlag
Der maximale Drawdown gibt an, wie viel Prozent ein Portfolio in der schlechtesten Verlustphase eingebüßt hat, bevor es sich wieder erholte. Beispiel: Fällt ein Portfolio von 100 auf 80, beträgt der Drawdown 20 %. Die Berechnung erfolgt über Zeitreihenanalyse und ist besonders relevant bei illiquiden oder schwankungsarmen Anlagen, bei denen klassische Risikokennzahlen unzureichend sind.
Drawdown-Betrachtungen helfen, die Belastbarkeit des Portfolios in Krisenzeiten realistisch einzuschätzen und dienen als Entscheidungsgrundlage für Allokation, Risikobudgets und Stressszenarien. Im Controlling durch ein Family Office werden Drawdowns oft mit Reaktionsmechanismen verknüpft – etwa Rebalancing, Mandatsprüfung oder Liquiditätsaufbau. Sie sind essenziell für die Kommunikation mit der Familie, da sie greifbar und intuitiv verständlich sind.