Luxusgüter
Luxusgüter gelten als besondere Form alternativer Sachwertanlagen und umfassen hochwertige, knappe und meist international gehandelte Güter wie Uhren, Schmuck, Oldtimer, Yachten, seltene Weine, Spirituosen, Designobjekte oder exklusive Modeartikel. In der Vermögensanlage werden Luxusgüter nicht primär wegen laufender Erträge, sondern aufgrund ihres potenziellen Wertsteigerungspotenzials, ihrer physischen Knappheit und ihres Status als inflationsresistenter Sachwert gehalten.
Bedeutung in der Vermögensanlage
Der Wert von Luxusgütern entsteht aus einer Kombination von Markenstärke, Handwerksqualität, Seltenheit, Zustand, Provenienz und globaler Nachfrage. Gerade limitierte Editionen oder historisch bedeutende Stücke können über lange Zeiträume erhebliche Wertzuwächse erzielen. In der Vermögensanlage werden Luxusgüter als Beimischung eingesetzt, um das Gesamtvermögen zu diversifizieren und eine geringe Korrelation zu klassischen Finanzmärkten zu erreichen.
Gleichzeitig sind Luxusgüter mit spezifischen Risiken verbunden. Die Märkte sind oft intransparent, illiquide und stark stimmungsabhängig. Eine objektive Bewertung ist anspruchsvoll und erfordert spezialisiertes Fachwissen, Marktkenntnis und Zugang zu relevanten Handelsplätzen oder Auktionen. Hinzu kommen laufende Kosten für Lagerung, Versicherung, Wartung und gegebenenfalls Restaurierung. Auch steuerliche Aspekte, etwa bei Ein- und Ausfuhr oder Veräußerung, spielen eine wichtige Rolle.
In der Vermögensanlage eignen sich Luxusgüter daher vor allem für langfristig orientierte Anleger mit ausreichender Liquidität und hoher Risikotragfähigkeit. Sie erfüllen häufig neben der finanziellen auch eine emotionale oder repräsentative Funktion. Als Assetklasse sind Luxusgüter weniger auf planbare Rendite ausgerichtet, sondern auf Werterhalt, Diversifikation und den Zugang zu besonderen, nicht reproduzierbaren Vermögenswerten.