Offene Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds sind eine Form von Investmentfonds, die Anlegern den Zugang zum professionell gemanagten Immobilienmarkt ermöglichen. Sie investieren das eingesammelte Geld der Anleger in ein breit gestreutes Portfolio aus Immobilien wie Bürogebäuden, Einzelhandelsobjekten oder Wohnimmobilien. Die Fonds werden von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft (auch Fondsgesellschaft oder früher Kapitalanlagegesellschaft) gemäß den Vorgaben des KAGB verwaltet.
Offene Immobilienfonds aus Anlegersicht
Anleger erwerben Fondsanteile, die einen anteiligen Anspruch am Fondsvermögen darstellen. Ziel ist eine laufende Rendite aus Mieterträgen sowie eine langfristige Wertentwicklung durch Wertsteigerung der Objekte. Offene Immobilienfonds gelten als Instrument zur Risikostreuung, da sie meist in zahlreiche Objekte, Regionen und Nutzungsarten investieren und häufig ein Fondsvolumen von mehreren Milliarden Euro aufweisen. Offene Immobilienfonds werden häufig als stabilisierender Baustein in der strategischen Vermögensallokation genutzt.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Charakteristisch sind regulatorische Mindesthaltedauer und Haltefristen: Anteile können in der Regel erst nach einer Mindesthaltezeit von 24 Monaten mit zusätzlicher Kündigungsfrist zurückgegeben werden. Die Rückgabe erfolgt zum Rücknahmepreis, alternativ ist der Handel der Anteile über die Börse möglich. Zur Sicherstellung der Rückgabefähigkeit halten Fonds eine Liquiditätsreserve.
Risiken und Kosten
Zu den Risiken zählen Bewertungsänderungen am Immobilienmarkt, steigende Zinsen, Liquiditätsrisiken sowie Schwankungen der Erträge. Kosten wie Ausgabeaufschlag und laufendes Fondsmanagement beeinflussen die Rendite.