Publikums-AIFs
Publikums-AIFs (Alternative Investmentfonds) sind regulierte Investmentvehikel, die in alternative Anlageklassen investieren – etwa Immobilien, Infrastruktur, Private Equity – und sich an breite Anlegergruppen richten. Sie unterliegen dem deutschen Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) und müssen strenge Anforderungen hinsichtlich Transparenz, Risikosteuerung, Vertrieb und Verwahrung erfüllen.
Abgrenzung zu offenen Investmentfonds
Im Unterschied zu klassischen Investmentfonds investieren Publikums-AIFs typischerweise in illiquide oder semi-liquide Vermögenswerte mit längerem Anlagehorizont. Die Rückgabe von Anteilen ist nur eingeschränkt möglich; dafür bieten sie Zugang zu Anlagesegmenten, die sonst institutionellen Investoren vorbehalten sind.
Bedeutung in der Vermögensanlage
Publikums-AIFs werden genutzt, um Zugang zu alternativen Märkten zu erhalten – mit einem vergleichsweise hohen Regulierungsstandard und klar definiertem Risikoprofil. Vorteile sind breite Diversifikation, professionelle Verwaltung und steuerliche Planbarkeit. Nachteile liegen in eingeschränkter Liquidität, Verwaltungsgebühren und teilweise begrenzter Flexibilität.