Benchmark
Eine Benchmark ist ein zentraler Vergleichsmaßstab und dient als Richtgröße, um den Anlageerfolg eines Portfolios, einer Anlagestrategie oder eines externen Portfoliomanagers objektiv zu beurteilen. Sie bildet idealerweise dieselbe Anlageklasse, Region, Strategie oder dasselbe Risikoprofil ab wie das zu bewertende Portfolio. Typische Benchmarks sind breit anerkannte Indizes wie der MSCI World, der Euro Stoxx 50 oder der Barclays Global Aggregate Bond Index – ebenso klassische Aktienindizes, die in Publikumsfonds (ETFs) weit verbreitet sind.
Benchmarking
Im Rahmen des Benchmarking werden die Ergebnisse eines Portfolios systematisch mit diesen Vergleichswerten abgeglichen. Dies unterstützt die Analyse, die Überprüfung der eigenen Allokation, die Kontrolle der Einhaltung der Anlagerichtlinie und die Bewertung der Effizienz der eingesetzten Produkte oder Investmentstrategien. Für Family Offices bzw. (institutionelle) Anleger liegt ein zentraler Vorteil in der erhöhten Transparenz und der Möglichkeit, Stärken und Schwächen im Portfolio klar zu identifizieren.
In der Praxis kommen verschiedene Methoden zum Einsatz: klassische Marktindizes, Mischindizes, regelbasierte Referenzportfolios oder Absolute-Return-Ziele, die auch in unterschiedlichen Marktphasen aussagekräftige Orientierung bieten sollen. Ein guter Vergleichsmaßstab sollte transparent, investierbar, stabil und repräsentativ für das jeweilige Portfolio sein.
Bezug zu anderen Kennzahlen
Benchmarks sind zudem Grundlage wichtiger Kennzahlen wie Tracking Error, Alpha oder Information Ratio, die die Effizienz eines Portfolios im Verhältnis zur Benchmark messen. Zur Unterstützung der Bewertung werden häufig Rechner und Analysetools eingesetzt, die Kennzahlen automatisiert ableiten.
Damit sind Benchmarks ein unverzichtbares Instrument der Investmentsteuerung und Leistungskontrolle – und ein zentrales Element professioneller Vermögensverwaltung.