Renditemessung

Die Renditemessung bezeichnet die quantitative Erfassung und Bewertung des Ertrags einer Kapitalanlage oder eines Gesamtportfolios über einen bestimmten Zeitraum. Sie dient der Leistungsanalyse, dem Vergleich unterschiedlicher Anlagestrategien und der Kontrolle von Vermögensverwaltern. Grundlage ist die Beziehung zwischen dem eingesetzten Kapital und dem erzielten Ergebnis (z.B. Zinsen, Dividenden, Kursgewinne).

Verfahren

In der Praxis werden verschiedene Verfahren eingesetzt, um eine objektive Beurteilung zu ermöglichen. Die zeitgewichtete Rendite (Time Weighted Return, TWR) misst die reine Performance unabhängig von Zu- und Abflüssen, während die geldgewichtete Rendite (Internal Rate of Return, IRR) den tatsächlichen Kapitalfluss berücksichtigt. Ergänzend dienen Kennzahlen wie Sharpe Ratio, Alpha, Volatilität oder Drawdown der Bewertung des Rendite-Risiko-Verhältnisses.

Bedeutung

Eine konsistente Renditemessung entscheidend für Transparenz und strategische Steuerung. Sie bildet die Grundlage für Reporting, Controlling und Vergleich mit Benchmarks. Durch eine standardisierte Renditeermittlung lassen sich Anlagerisiken besser einordnen, die Einhaltung der Zielrendite überwachen und Entscheidungen über Asset Allocation und Managerselektion fundiert treffen.

Stand: 08.11.2025 · Autor: Redaktion FamilyOffice.de · fachlich geprüft von: Dr. Robert Strauch